🍼Geburtstermin-Rechner.ch
🥒

SSW 42: Die Übertragung

Dein Baby ist so gross wie eine Riesenzucchini

Grösse

51.7 cm

Gewicht

3700 g

🌟 Baby-Entwicklung in SSW 42

In der 42. SSW ist dein Baby vollständig ausgereift und zeigt alle Merkmale eines termingerechten Neugeborenen. Die Käseschmiere ist weitgehend verschwunden, und die Haut kann trocken und rissig erscheinen. Die Fingernägel sind oft lang, und das Lanugo-Haar ist vollständig verschwunden. Das Baby ist weiterhin gesund und aktiv, doch die Plazenta zeigt zunehmende Alterungserscheinungen, sogenannte Verkalkungen, die ihre Versorgungsleistung beeinträchtigen können. Die Fruchtwassermenge nimmt weiter ab, was den Bewegungsraum des Babys einschränkt.

💚 Das passiert in deinem Körper

Die Übertragung über die 42. SSW hinaus ist in der modernen Geburtshilfe selten, da in der Regel spätestens jetzt eine Geburtseinleitung empfohlen wird. Die täglichen Kontrollen geben dir Sicherheit, dass es deinem Baby gut geht. Emotional befindest du dich möglicherweise in einem Zustand zwischen Erschöpfung und angespannter Erwartung. Die körperlichen Beschwerden der Spätschwangerschaft – Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schwellungen – sind nun auf ihrem Höhepunkt.

💡 Tipps für SSW 42

  • 1Vertraue dem medizinischen Team und besprich offen deine Ängste und Wünsche bezüglich der Geburtseinleitung.
  • 2Halte dich an die täglichen Kontrollen und beobachte die Kindsbewegungen besonders aufmerksam – bei einer Veränderung sofort ins Spital.
  • 3Denke daran: Bald ist es so weit und du wirst dein Baby endlich in den Armen halten – jede Schwangerschaft hat ein Ende.

🩺 Vorsorge in SSW 42

Tägliche CTG-Überwachung. Geburtseinleitung wird in der Regel spätestens jetzt empfohlen.

Alles Wichtige zur 42. Schwangerschaftswoche

Die 42. Schwangerschaftswoche (SSW) wird in der Medizin als Übertragung (prolongierte Schwangerschaft) bezeichnet. Dein Baby ist nun etwa 51.7 cm gross und wiegt rund 3700 Gramm – vergleichbar mit einer grossen Riesenzucchini. In der modernen Geburtshilfe ist eine Schwangerschaft, die bis zur 42. SSW andauert, eher selten geworden, da die meisten Geburten vorher eingeleitet werden. Dennoch ist es wichtig, über diese Phase informiert zu sein. Medizinisch wird ab 42+0 SSW von einer echten Übertragung gesprochen. In der Schweiz empfehlen die aktuellen Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), die Geburt spätestens in der 42. SSW einzuleiten, wenn sie nicht spontan beginnt. Der Grund dafür ist, dass das Risiko für Komplikationen nach der 42. SSW statistisch leicht ansteigt. Die Plazenta, die dein Baby während der gesamten Schwangerschaft versorgt hat, zeigt in der 42. SSW zunehmende Alterungserscheinungen. Verkalkungen und Ablagerungen können die Durchblutung und damit die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Babys beeinträchtigen. Deshalb wird in dieser Phase eine besonders engmaschige Überwachung durchgeführt: Tägliche CTG-Kontrollen und regelmässige Ultraschalluntersuchungen zur Überprüfung der Fruchtwassermenge und der Durchblutung der Plazenta gehören zum Standardvorgehen. Die Fruchtwassermenge nimmt in der 42. SSW oft weiter ab. Ein normaler Fruchtwasserindex (AFI) liegt bei über 5 cm; Werte darunter gelten als Oligohydramnion und sind in der Regel eine Indikation für eine zeitnahe Entbindung. Die reduzierte Fruchtwassermenge kann ausserdem dazu führen, dass die Nabelschnur komprimiert wird, was die Sauerstoffversorgung des Babys beeinträchtigen könnte. Dein Baby zeigt in der 42. SSW typische Merkmale einer Übertragung: Die Käseschmiere, die die Haut zuvor geschützt hat, ist weitgehend verschwunden. Die Haut kann trocken, rissig und schuppig erscheinen und hat oft ein charakteristisches, leicht faltiges Aussehen. Manche übertragene Babys haben auffallend lange Fingernägel und ein sehr waches, aufmerksames Aussehen direkt nach der Geburt. Die Geburtseinleitung in der 42. SSW erfolgt in der Schweiz nach einem strukturierten Protokoll. Je nach Zustand des Gebärmutterhalses (Bishop-Score) kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Bei einem unreifen Gebärmutterhals werden häufig Prostaglandine eingesetzt, um den Muttermund zunächst reifen zu lassen. Bei einem bereits günstigen Befund kann die Geburt durch eine Amniotomie (Fruchtblasensprengung) oder eine Oxytocin-Infusion eingeleitet werden. In vielen Schweizer Geburtskliniken wird auch der Ballonkatheter als mechanische Methode zur Muttermundreifung eingesetzt. Emotional ist die 42. SSW für viele Frauen eine extreme Belastung. Die lange Wartezeit, die körperlichen Beschwerden und die Sorge um das Baby können sehr belastend sein. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Übertragung in den meisten Fällen harmlos ist und die engmaschige Überwachung dafür sorgt, dass eventuelle Probleme frühzeitig erkannt werden. Bald wirst du dein Baby endlich in den Armen halten – und die Zeit des Wartens wird in den Hintergrund treten.