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SSW 39: Jederzeit kann es losgehen

Dein Baby ist so gross wie eine Wassermelone

Grösse

50.7 cm

Gewicht

3300 g

🌟 Baby-Entwicklung in SSW 39

In der 39. SSW ist dein Baby voll ausgereift und bereit für die Geburt. Die Plazenta liefert weiterhin Antikörper, die deinem Baby einen Immunschutz für die ersten Lebensmonate geben. Das Gehirn hat sich seit der 35. SSW um etwa ein Drittel vergrössert und wird nach der Geburt weiter rasant wachsen. Die Reflexe sind vollständig entwickelt: Dein Baby kann greifen, saugen, schlucken und auf Reize reagieren. Die Nebennieren produzieren vermehrt Cortisol, das die Lungenreifung abschliesst und den Körper auf den Geburtsstress vorbereitet.

💚 Das passiert in deinem Körper

Du wartest nun gespannt auf die ersten Anzeichen der Geburt. Der Gebärmutterhals kann sich bereits mehrere Zentimeter geöffnet haben, ohne dass echte Wehen eingesetzt haben. Viele Frauen bemerken einen vermehrten vaginalen Ausfluss oder den Abgang des Schleimpfropfs. Die Vorwehen können nun stärker werden und sich manchmal schwer von echten Geburtswehen unterscheiden lassen. Manche Frauen erleben in den Tagen vor der Geburt Durchfall – ein natürlicher Reinigungsprozess des Körpers.

💡 Tipps für SSW 39

  • 1Bewege dich weiterhin regelmässig mit Spaziergängen – dies kann die Wehentätigkeit fördern und hält dich fit für die Geburt.
  • 2Übe verschiedene Geburtspositionen wie Vierfüsslerstand, Seitenlage oder die aufrechte Position, um herauszufinden, was sich angenehm anfühlt.
  • 3Kontaktiere dein Spital oder deine Hebamme, wenn die Wehen regelmässig alle fünf bis sieben Minuten kommen und jeweils etwa eine Minute dauern.

Alles Wichtige zur 39. Schwangerschaftswoche

Die 39. Schwangerschaftswoche (SSW) ist die Woche der gespannten Erwartung. Dein Baby ist nun etwa 50.7 cm gross und wiegt rund 3300 Gramm – ungefähr so gross wie eine kleine Wassermelone. Es ist voll ausgereift und könnte jederzeit das Licht der Welt erblicken. Tatsächlich werden die meisten Babys zwischen der 39. und 41. SSW geboren. Die Plazenta leistet in der 39. SSW weiterhin Schwerstarbeit. Sie transportiert nicht nur Sauerstoff und Nährstoffe zu deinem Baby, sondern auch wichtige Immunglobuline (IgG-Antikörper). Diese mütterlichen Antikörper werden aktiv über die Plazenta gepumpt und geben deinem Baby einen sogenannten Nestschutz – einen passiven Immunschutz, der in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten wirksam ist und dein Baby vor vielen Infektionskrankheiten schützt. Das Gehirn deines Babys hat sich in den letzten Wochen enorm vergrössert. Seit der 35. SSW hat es etwa ein Drittel an Gewicht zugelegt und wiegt bei der Geburt ungefähr 350 bis 400 Gramm. Das Gehirn ist zwar bei der Geburt in seinen Grundstrukturen vollständig angelegt, wird aber in den ersten Lebensjahren noch dramatisch wachsen und reifen. Die neuronalen Verbindungen werden nach der Geburt durch Sinneserfahrungen und Interaktionen massiv ausgebaut. Die Nebennieren deines Babys produzieren in der 39. SSW vermehrt Cortisol. Dieses Stresshormon hat in den letzten Schwangerschaftswochen eine wichtige Funktion: Es fördert die finale Lungenreifung, regt die Surfactant-Produktion an und bereitet den Körper deines Babys auf den Stress der Geburt vor. Nach der Geburt hilft das Cortisol dem Baby, sich an die neue Umgebung anzupassen, die Temperaturregulation zu aktivieren und den Stoffwechsel umzustellen. Für dich als werdende Mutter ist die 39. SSW eine Zeit des Wartens und der Vorbereitung. Viele Frauen erleben eine Mischung aus Ungeduld und Aufregung. Körperlich kann sich die bevorstehende Geburt durch verschiedene Vorboten ankündigen: Der Abgang des Schleimpfropfs – einer gelartigen, manchmal leicht blutigen Masse – ist ein Zeichen dafür, dass sich der Gebärmutterhals öffnet. Durchfall oder ein allgemeines Unwohlsein können ebenfalls Vorboten der Geburt sein. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Vorwehen und echten Geburtswehen zu kennen. Vorwehen (Senkwehen) treten unregelmässig auf, variieren in der Stärke und lassen bei Bewegung oder einem warmen Bad nach. Echte Geburtswehen dagegen kommen in regelmässigen Abständen, werden zunehmend stärker und länger und lassen sich durch Positionswechsel nicht stoppen. In der Schweiz gilt als Faustregel: Kontaktiere dein Spital oder deine Hebamme, wenn die Wehen regelmässig alle fünf bis sieben Minuten kommen und jeweils etwa eine Minute andauern. Bei einem vorzeitigen Blasensprung – also wenn Fruchtwasser abgeht, bevor regelmässige Wehen eingesetzt haben – solltest du dich umgehend in dein Geburtsspital begeben. Achte auf die Farbe des Fruchtwassers: Klares oder leicht milchiges Fruchtwasser ist normal, grünlich verfärbtes Fruchtwasser kann auf einen Mekoniumabgang hinweisen und erfordert eine schnelle medizinische Beurteilung.