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SSW 36: Bereit für die Geburt

Dein Baby ist so gross wie eine Kopfsalat

Grösse

47.4 cm

Gewicht

2600 g

🌟 Baby-Entwicklung in SSW 36

In der 36. SSW ist dein Baby nahezu geburtsreif. Die Lungen sind weitgehend ausgereift, und der Surfactant-Spiegel ist hoch genug für eine eigenständige Atmung. Dein Baby hat sich wahrscheinlich bereits in die endgültige Geburtsposition mit dem Kopf nach unten gedreht. Die Leber hat begonnen, Mekonium – den ersten Stuhlgang – zu produzieren und zu speichern. Die Wangen haben sich durch das Saugen am Daumen und das Training der Gesichtsmuskulatur schön gerundet. Das Immunsystem empfängt über die Plazenta letzte wichtige Antikörper von dir.

💚 Das passiert in deinem Körper

Bei Erstgebärenden kann sich das Baby in dieser Woche tiefer ins Becken senken, was das Atmen erleichtert, aber den Druck auf Blase und Becken erhöht. Du bemerkst möglicherweise eine Veränderung der Bauchform: Der Bauch wirkt tiefer und nach vorne verlagert. Vaginaler Ausfluss kann zunehmen, und der Gebärmutterhals beginnt sich langsam zu verkürzen und aufzuweichen. Die Vorsorgeuntersuchungen finden nun in kürzeren Abständen statt.

💡 Tipps für SSW 36

  • 1Lass den empfohlenen Streptokokken-B-Abstrich durchführen – bei einem positiven Ergebnis erhältst du unter der Geburt ein Antibiotikum zum Schutz deines Babys.
  • 2Besprich deinen Geburtsplan mit deiner Hebamme oder deinem Arzt und kläre deine Wünsche bezüglich Schmerzlinderung und Geburtspositionen.
  • 3Wasche und bereite die ersten Babykleider vor und stelle sicher, dass der Kindersitz korrekt im Auto eingebaut ist.

🩺 Vorsorge in SSW 36

Reguläre Vorsorgeuntersuchung. Streptokokken-B-Abstrich wird empfohlen. Geburtsplanung besprechen.

Alles Wichtige zur 36. Schwangerschaftswoche

Die 36. Schwangerschaftswoche (SSW) markiert einen wichtigen Meilenstein: Dein Baby ist nun nahezu geburtsreif. Mit einer Grösse von etwa 47.4 cm und einem Gewicht von rund 2600 Gramm – vergleichbar mit einem grossen Kopfsalat – hat dein Kind die wesentlichen Entwicklungsschritte abgeschlossen und bereitet sich aktiv auf die Geburt vor. Ein wichtiger medizinischer Termin in der 36. SSW ist der Streptokokken-B-Abstrich. Gruppe-B-Streptokokken (GBS) sind Bakterien, die bei etwa 20 bis 30 Prozent aller Schwangeren im Genitalbereich vorkommen, ohne Beschwerden zu verursachen. Für die Mutter sind sie harmlos, können aber bei der Geburt auf das Baby übertragen werden und in seltenen Fällen zu schweren Infektionen wie Sepsis, Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung beim Neugeborenen führen. Bei einem positiven Abstrich erhältst du während der Geburt ein Antibiotikum per Infusion, das das Risiko einer Übertragung auf das Baby deutlich reduziert. Die Lungenreifung ist in der 36. SSW weitgehend abgeschlossen. Die Surfactant-Produktion hat ein ausreichendes Niveau erreicht, und die Lungen sind in der Regel bereit für die eigenständige Atmung. Dein Baby übt weiterhin fleissig die Atembewegungen und hat mittlerweile einen regelmässigen Atemrhythmus entwickelt. Auch die anderen Organsysteme sind fast vollständig ausgereift, obwohl einige – insbesondere das Gehirn und das Immunsystem – nach der Geburt noch weiter reifen werden. Die Leber deines Babys hat in der 36. SSW begonnen, Mekonium zu produzieren und zu speichern. Mekonium ist der erste Stuhlgang des Neugeborenen – eine dunkelgrüne bis schwarze, klebrige Masse, die aus verschlucktem Fruchtwasser, abgestossenen Darmzellen und Gallenfarbstoffen besteht. In der Regel wird das Mekonium erst nach der Geburt ausgeschieden. Für dich als werdende Mutter bringt die 36. SSW bei Erstgebärenden oft eine spürbare Erleichterung mit sich. Wenn sich dein Baby tiefer ins Becken senkt (Tiefertreten), hast du plötzlich wieder mehr Platz zum Atmen und das Sodbrennen kann nachlassen. Gleichzeitig nimmt der Druck auf die Blase und den Beckenboden zu, was zu häufigerem Harndrang und einem Schweregefühl im Beckenbereich führt. Die Vorsorgeuntersuchungen werden ab der 36. SSW in der Schweiz in der Regel auf wöchentliche oder zweiwöchentliche Intervalle verdichtet. Dein Arzt oder deine Ärztin wird den Gebärmutterhals kontrollieren, die Lage des Babys überprüfen und den allgemeinen Gesundheitszustand von Mutter und Kind beurteilen. Nutze diese Termine auch, um letzte Fragen zur Geburt zu klären und deinen Geburtsplan zu besprechen. In der Schweiz hast du die Wahl zwischen verschiedenen Geburtsmodi und Schmerzlinderungsmethoden – von der natürlichen Geburt über Wassergeburt bis hin zur Periduralanästhesie.